Am Freitag 15.09.2017 fand an der Tiroler Ache im Bereich der Wehranlage in Marquartstein eine groß angelegte Umweltschutzübung statt.

 

Angenommen wurde ein Rohölaustritt von 300.000 Liter aus der Pipeline in Tirol. Laut Sonderalarmplan rückte die Feuerwehr Übersee mit 21 Aktiven und 5 Fahrzeugen zum Einbau der Ölsperren nach Marquartstein aus.

 

Zunächst wurden nach einer bewährten Methode (Übung am 12.07.2017die Ölsperren eingebaut: Spannen von Führungsseil und Zugseil sowie Zusammensetzen von 150 m Ölsperren auf der Kiesbank. Parallel errichtete die Feuerwehr Traunstein an Land eine Ölabscheidungs-Anlage.

 

Für die explosionsgefährlichen Dämpfe und das giftige Rohöl gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Mit Gasmessungen an verschiedenen Punkten steckte die Feuerwehr Übersee einen Gefahrenbereich rund um die Einsatzstelle ab. Das Tanklöschfahrzeug mit Pulverlöschanhänger und Atemschutzgeräteträger mit Löschdecken stellten den Brandschutz sicher.

 

Unter der Gesamteinsatzleitung der Feuerwehr Marquartstein waren 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren insgesamt drei Stunden im Einsatz. Die DLRG übernahm die Absicherung der Einsatzkräfte im Wasser; Reservisten der Bundeswehr waren ebenfalls zur Unterstützung vor Ort.

 

Am darauffolgenden Samstag folgte die Simulierung des Katastrophenschutzfalls für den Bereich Chiemsee. Mit Aufbau einer örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) im neu eingerichteten Stabsraum im Feuerwehrhaus Übersee als Gesamteinsatzleitung vor Ort waren unter anderem die Führungskräfte der Feuerwehr Übersee betraut. Ebenfalls alarmiert wurde die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) am Landratsamt Traunstein. Diese stellt sicher, dass alle Maßnahmen der Behörden, Dienststellen, Organisationen und Einsatzkräfte, die an der Bewältigung der jeweiligen Katastrophe mitwirken, aufeinander abgestimmt sind. Parallel erfolgte an der Hirschauer Bucht die Schadensbekämpfung mittels Einbringen der Ölsperren durch das Technische Hilfswerk. Gemäß der Einsatzpläne wurde die Bevölkerung im Bereich Achental mit Lautsprecherdurchsagen gewarnt; hier war auch der Mannschaftstransportwagen aus Übersee im Einsatz. Die Messzüge der Feuerwehren Traunstein und Trostberg führten im gesamten Achental Gefahrstoffmessungen durch. Während der mehrstündigen Übung spielte die Übungsleitung immer wieder Szenarien ein, die - nachdem sie den Führungskreislauf von ÖEL und FüGK durchlaufen hatten - von den jeweiligen Einheiten abgearbeitet wurden.           

 

Für die  Verpflegung aller Einsatzkräfte sorgte das THW mit einer Verpflegungsstation im Feuerwehrhaus Übersee.

 

 

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Samstag, 20. Januar 2018