Bereits am 10.01.2026 führte die Feuerwehr Übersee eine Übung zum Thema Eisrettung durch. Ziel der Übung war es, den sicheren Eigenschutz sowie verschiedene Rettungsmethoden bei eingebrochenen Personen praktisch zu trainieren.
Als Übungsort wurde zunächst der Chiemsee in Betracht gezogen. Aufgrund der unzureichenden Eisstärke war eine zielführende Durchführung (weit entfernte Bruchkante) dort jedoch nicht möglich, weshalb auf einen nahegelegenen Weiher im Bereich des Chiemsees ausgewichen wurde. Dieser bot geeignete Bedingungen, um realitätsnah zu üben.
Im Rahmen der Übung wurde eine Übungspuppe ins Wasser eingebracht. Die Einsatzkräfte begaben sich anschließend im Neoprenanzug mit unterschiedlichen Rettungsmitteln wie SLED-Rettungsboot, Steckleitern, Spineboard sowie Schleifkorbtrage auf das Eis, um verschiedene Rettungstechniken zu erproben. Dabei kam es bewusst auch zum Einbrechen der Einsatzkräfte ins Wasser, um das Verhalten auf brechendem Eis sowie die Selbstrettung zu trainieren.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie schnell Eisflächen ihre Tragfähigkeit verlieren und welche hohen Gefahren von scheinbar gefrorenen Gewässern ausgehen. Besonders wichtig ist hierbei der Grundsatz für die Allgemeinheit: Eisflächen sollten nur betreten werden, wenn sie ausdrücklich freigegeben sind. Bereits geringe Temperaturunterschiede, Strömungen oder Schneebedeckung können die Eisstärke erheblich beeinträchtigen. Im Falle eines Einbruchs sollte umgehend der Notruf gewählt und keinesfalls ungesichert eine Rettung versucht werden. Trotz Neoprenanzug war für die Einsatzkräfte auf dem Eis spürbar, wie schnell die eisige Kälte dem Körper zusetzt.
Die Übung war für alle Beteiligten sehr spannend und zugleich äußerst lehrreich. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen wesentlich zur Vorbereitung auf mögliche Einsätze im Bereich der Eisrettung bei.
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